Referenzprojekt Prozessleittechnik

Standardisierung und Migration

Sappi Ehingen GmbH

Sappi Ehingen betreibt ein integriertes Werk zur Herstellung von chlorfreiem Sulfitzellstoff und hochwertigen gestrichenen Papieren. Die Energieversorgung erfolgt über ein Kraftwerk mit drei Kesselanlagen, gesteuert durch PCS 7. Eine heterogene Systemlandschaft mit unterschiedlichen PCS 7-Versionen und proprietären Anwenderbibliotheken erschwerte sowohl Wartung als auch Weiterentwicklung. Zusätzlich führten verschiedene Bedien- und Engineering-Konzepte zu erhöhtem Schulungsaufwand für das Betriebspersonal.

Projektziel

Aufbau einer einheitlichen, modernen und wartungsfreundlichen Automatisierungsplattform, die aktuelle Standards erfüllt und zukünftige Erweiterungen erleichtert.

Die Lösung von KRIKO

KRIKO migrierte mehrere PCS 7-Projekte unterschiedlicher Versionen und Bibliotheken auf die aktuelle PCS 7-Version und stellte die komplette Leitsysteminfrastruktur bereit.

Dazu gehörten die Lieferung und Einrichtung einer ESXi-Serverfarm mit allen erforderlichen virtuellen Maschinen, die Bereitstellung einer Demilitarisierten Zone (DMZ) sowie weiterer zentraler Komponenten wie Backup-System, Patch-Management und Allowlisting 

Das Ergebnis

Eine hochverfügbare, sichere und zukunftsfähige Plattform für reibungslosen Betrieb und 
langfristige Wartbarkeit.

Standardisierung der Anwenderbibliotheken

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Vereinheitlichung der verwendeten Anwenderbibliotheken. Alle proprietären und projektspezifische Bibliotheken wurden durch die Siemens Advanced Process Library (APL) ersetzt. Dafür analysierte KRIKO sämtliche Bausteine, verglich Funktionen, Schnittstellen sowie Meldungen und führte eine verlustfreie Migration durch.

Einsatz des KRIKO Migrationstools

Zur Durchführung der Migration kam das unternehmenseigene KRIKO-Migrationstool zum Einsatz. Dieses Tool ermöglicht eine teilautomatisierte Ersetzung der Bausteine durch die entsprechenden APL-Elemente bei Erhalt von sämtlichen Verschaltungen, Parameterwerten, Texten, Einheiten und Meldungen.

Mitarbeiter vor Bildschirmen mit Prozessleitsystem PCS 7

Die automatisierte Bausteinmigration bietet folgende Vorteile:

  • Minimale Eingriffe in die bestehende Logik
  • Erhalt der Feldsignal-Anbindung
  • Keine Notwendigkeit eines vollständigen I/O-Checks
  • Reduzierter Inbetriebnahme Aufwand
  • Hohe Qualität und Konsistenz der neuen Projektstruktur

Lediglich ein sporadischer Aggregatetest war erforderlich, um die korrekte Funktion der migrierten Bausteine zu verifizieren.

Das Projektergebnis

Der Nutzen für den Kunden

Kurze Stillstandszeiten unter einer Woche

Termingerechte Inbetriebnahme dank automatisierter Migration und guter Vorbereitung

Wichtiger Meilenstein in der Modernisierung und Standardisierung der Automatisierungslandschaft

Technische Expertise, automatisierte Tools und klare Projektstruktur ermöglichten die Realisierung einer effizienten und qualitativ hochwertigen Migration

Die vereinheitlichte Plattform bietet nun eine zukunftssichere Basis für Betrieb, Wartung und Erweiterung.

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